Ein Lehmpavillon für die Stadt

Regenerative Materialien im urbanen Kontext
Vermittlungsprojekt mit interdisziplinärem Ansatz

Projektbeschrieb

Auf dem Areal der ehemaligen Kupferschmiede beim Bahnhof Oerlikon in Zürich soll in Verbindung mit dem Swiss Game
Hub ein experimenteller Lehmpavillon entstehen. Die Struktur des Pavillons fungiert als Reallabor für regeneratives Bauen im urbanen Stadtgefüge. Das Projekt verbindet die dringende
ökologische Bauwende mit lustvollem, gemeinschaftlichem Experimentieren.

Regenerative Materialien im urbanen Kontext

Der Pavillon ist als teilweise offene, gedeckte Struktur angedacht, die konsequent auf regenerative Materialien setzt. Im
Fokus steht der Lehmbau: Es sollen moderne Lehmtechniken im urbanen Kontext erprobt und durch weitere naturbasierte
Materialien ergänzt werden, um das Bauen mit diesen natürlichen Materialien aktiv voranzutreiben und dessen Möglichkeiten aufzuzeigen. Der Vorteil von regenerativen Materialien wie Lehm, Hanf oder Stroh ist, dass sie lokal vorhanden sind
und für ihre Bearbeitung sehr wenig Energie notwendig ist. Somit kann der CO2-Ausstoss in der Baubranche wesentlich
verringert werden.

Wiederverwendung

Gemäss dem Prinzip „Design for Disassembly“ wird der Pavillon vollständig rückbaubar konstruiert, da das Swiss Game
Hub eine Zwischennutzung ist, die von der Stadt Zürich bis ca. 2031 bereitgestellt wird. Er kann am Ende der Laufzeit de-
montiert und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden – ein Paradebeispiel für zirkuläre Architektur. In Absprache mit
den Betreiberinnen des provisorischen Pavillons „Manal“ an der HSLU in Horw, welcher 2027 abgebaut wird, soll zudem
geprüft werden, ob einzelne Elemente von dort übernommen werden können.

Vermittlungsprojekt mit interdisziplinärem Ansatz

Um nachhaltiges Bauen bereits in der Ausbildung zukünftiger Bauexpertinnen zu verankern und zu fördern, wird die Planung und Ausführung des Pavillons im Rahmen eines Vermittlungsprojekts mit Berufs- und Fachschulen aus den Regionen Zürich und Bern gestaltet. Die Zusammenarbeit wird in Etappen mit Studierenden der Berner Fachhochschule und der
Baugewerblichen Berufsschule Zürich organisiert. Die Projektentwicklung ist in zwei Phasen strukturiert, wobei jede Schule eine spezifische Teilaufgabe übernimmt. Diese Verteilung ermöglicht es, jede Phase innerhalb eines zeitlich begrenzten
Kurzmoduls abzuschliessen, und bietet gleichzeitig einen wertvollen Austausch zwischen den verschiedenen Schulen und
ihren Studierenden.

Beteiligte

Raumbörse Stadt Zürich

Swiss Game Hub Zürich

Berner Fachhochule Architektur Holz und Bau

Baugewerbliche Berufsschule Zürich

IG Lehm Fachverband Schweiz

Jomini & Zimmermann Architektinnen

Atelier Krecl

Möchtest Du dich auch am Projekt beteiligen? Nehme gerne mit uns Kontakt auf!

Valérie Jomini und Patrick Krecl

Falls Du das Projekt finanziell unterstützen möchtest,

freuen wir uns über einen Beitrag

Terra Urbana, 8037 Zürich
Bank: Glarner Kantonalbank
IBAN: CH35 0077 3000 6066 3913 8

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